Artikel zur Langlebigkeit

Ein ballaststoffreiches Frühstück senkt das Sterberisiko bei Erwachsenen um 21 %

Ein ballaststoffreiches Frühstück senkt das Sterberisiko bei Erwachsenen um 21 %
  • Bei fast 6.000 Erwachsenen war das regelmäßige Frühstücken und der Verzehr von mehr als 25 Gramm Ballaststoffen pro Tag mit einer Reduzierung des Sterblichkeitsrisikos um 21 % verbunden. 

  • Die Frühstücksesser nahmen täglich mehr Kalorien und Ballaststoffe zu sich, waren tendenziell älter und hatten einen niedrigeren BMI als die Nicht-Frühstücksesser.

Diese Studie wurde im Juli 2021 im Journal of the American Board of Family Medicine veröffentlicht: 

Studienzusammenfassung: 

Hintergrund: Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass intermittierendes Fasten oder das Auslassen des Frühstücks gute Strategien zur Gewichtsabnahme und für eine bessere Gesundheit sein können. Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob regelmäßiges Frühstück mit der Gesamtmortalität oder der kardiovaskulären Mortalität verbunden ist.

Methoden: Kohortenstudie mit Follow-up-Mortalitätsdaten des NHANES 1999–2002. Nationale gewichtete Stichprobe. Die Ergebnisse waren Gesamtmortalität und kardiovaskuläre Mortalität; sekundär war die Ballaststoffaufnahme.

Ergebnisse: Von 5761 Teilnehmern wurden 4778 (82,9 %) als Frühstücksesser identifiziert und 2027 starben (35,2 %); 469 (23,1 %) Todesfälle waren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Die durchschnittliche tägliche Kalorienaufnahme lag 2015 bei 16,3 g/Tag an Ballaststoffen. Insgesamt hatten 17,7 %, 66,0 % und 11,4 % der Teilnehmer Diabetes, Bluthochdruck bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Analyse ergab, dass Frühstücksesser älter waren, einen niedrigeren Body-Mass-Index hatten und täglich mehr Kalorien und Ballaststoffe zu sich nahmen als Nicht-Frühstücksesser. Cox-Proportional-Hazard-Regressionsanalysen zeigten, dass die Frühstücksesser im Vergleich zu Nicht-Frühstücksessern nach multivariablen Anpassungen eine geringere Sterblichkeitswahrscheinlichkeit hatten (Gesamtmortalität: Hazard Ratio [HR], 0,69; 95 %-Konfidenzintervall [CI], 0,57–0,84). kardiovaskuläre Mortalität: HR: 0,45; 95 %-KI: 0,32–0,63). Bei den Frühstücksessern war eine Ballaststoffaufnahme von >25 g/Tag nach multivariablen Anpassungen mit einer Reduzierung der Gesamtmortalität um 21 % (HR: 0,79; 95 %-KI: 0,66–0,96) verbunden.

Schlussfolgerungen: Die regelmäßige tägliche Einnahme von Frühstück scheint mit einer geringeren Gesamt- und Herz-Kreislauf-Mortalität verbunden zu sein, insbesondere wenn Ballaststoffe >25 g/Tag konsumiert werden. Weitere Studien, die bestimmte Frühstücksnahrungsmittel und den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme untersuchen, wären hilfreich.



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