Artikel zur Langlebigkeit

Es wurde festgestellt, dass die Regulierung der Stoffwechselwege von Folsäure die Lebensdauer verlängert

Es wurde festgestellt, dass die Regulierung der Stoffwechselwege von Folsäure die Lebensdauer verlängert
  • Es wurde festgestellt, dass die Regulierung des Folatstoffwechsels vielen bekannten Signalwegen im Zusammenhang mit dem Alter zugrunde liegt.

  • Beginnend mit dem Spulwurm beobachteten sie bei allen Wurmlinien deutliche Veränderungen in den Metaboliten und Enzymen des Folatzyklus.

  • Die Verringerung der Aktivität bestimmter Enzyme des Folatstoffwechsels bei den Würmern führte zu einer Verlängerung der Lebensdauer um bis zu 30 Prozent. 

Dieser Artikel wurde im Newsroom des Max-Planck-Instituts veröffentlicht:

Es wurden mehrere unterschiedliche Ursachen des Alterns entdeckt, es bleibt jedoch die Frage, ob es gemeinsame zugrunde liegende Mechanismen gibt, die das Altern und die Lebensdauer bestimmen. Auf der Suche nach solchen grundlegenden Mechanismen sind Forscher des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns und des CECAD-Exzellenzclusters für Altersforschung an der Universität zu Köln nun auf den Folatstoffwechsel gestoßen. Seine Regulierung liegt vielen bekannten Alterungssignalwegen zugrunde und führt zu Langlebigkeit. Dies könnte eine neue Möglichkeit bieten, die menschliche Gesundheit im Alter umfassend zu verbessern.

In den letzten Jahrzehnten wurden mehrere zelluläre Signalwege entdeckt, die die Lebensdauer eines Organismus regulieren und daher für die Alterungsforschung von enormer Bedeutung sind. Als Forscher diese Signalwege veränderten, verlängerte dies die Lebensdauer verschiedener Organismen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese unterschiedlichen Signalwege auf gemeinsamen Stoffwechselwegen zusammenlaufen, die für die Langlebigkeit ursächlich sind.

Die Suche beginnt beim Spulwurm

Die Wissenschaftler begannen ihre Suche beim Spulwurm Caenorhabditis elegans, einem bekannten Modellorganismus für die Alterungsforschung. „Wir haben die Stoffwechselprodukte mehrerer, langlebiger Wurmlinien untersucht. Unsere Analysen ergaben, dass wir unter anderem bei allen Wurmlinien deutliche Veränderungen in den Metaboliten und Enzymen des Folatzyklus beobachten konnten. Denn der Folatstoffwechsel spielt dabei eine große Rolle.“ Wir wollten seine Rolle für die menschliche Gesundheit weiter verfolgen“, erklärt Andrea Annibal, Hauptautorin der Studie.

Ein gemeinsamer Mechanismus für Langlebigkeit

Folate sind essentielle Vitamine, die für die Synthese von Aminosäuren und Nukleotiden – den Bausteinen unserer Proteine ​​und DNA – wichtig sind. „Wir haben die Aktivität bestimmter Enzyme des Folatstoffwechsels in den Würmern heruntergeregelt. Das Ergebnis war spannend: Das Ergebnis war eine Verlängerung der Lebensdauer um bis zu 30 Prozent“, sagt Annibal. „Wir haben auch gesehen, dass bei langlebigen Mäusestämmen der Folatstoffwechsel ähnlich heruntergefahren ist. Daher könnte die Regulierung des Folatstoffwechsels nicht nur den verschiedenen Langlebigkeitssignalwegen bei Würmern, sondern auch bei Säugetieren zugrunde liegen.“

„Wir freuen uns sehr über diese Ergebnisse, denn sie offenbaren die Regulierung des Folatstoffwechsels als einen gemeinsamen Mechanismus, der verschiedene Wege der Langlebigkeit beeinflusst und in der Evolution konserviert ist“, fügt Adam Antebi, Direktor am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, hinzu. „Die präzise Manipulation des Folatstoffwechsels könnte somit eine neue Möglichkeit bieten, die menschliche Gesundheit im Alter umfassend zu verbessern.“ In zukünftigen Experimenten will die Gruppe herausfinden, durch welchen Mechanismus der Folatstoffwechsel die Langlebigkeit beeinflusst.

Diese Studie wurde veröffentlicht in Naturkommunikation im Juni 2021.



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